Brustvergrößerung mit Implantaten
Mehr Fülle, ein natürliches Dekolleté und stimmige Proportionen.
Die Behandlung im Überblick
Die wichtigsten Fakten
OP-Dauer: ca. 60–120 Min. Anästhesie: Vollnarkose
Stütz-BH: 6 Wochen
Geeignet, wenn…
Sie sich eine vollere, weiblichere Brust und ein harmonisches Dekolleté wünschen.
Sie nach Schwangerschaft oder Gewichtsverlust Volumenverlust ausgleichen möchten.
Sie Asymmetrien oder Formbesonderheiten (z. B. von Natur aus kleine/tuberöse Brust) harmonisieren möchten.
Sie natürliche, zum Körper passende Ergebnisse wünschen und realistische Erwartungen mitbringen.
Welche Implantatform passt zu mir?
Jede Brust ist individuell. Damit Form und Gefühl zu Ihrer Figur und Ihrem Alltag passen, kommen unterschiedliche Implantatformen, Größen und Festigkeiten in Frage.
Runde Implantate schaffen ein wohlgeformtes Dekolleté mit gleichmäßigem Volumen.
Anatomische (tropfenförmige) Brustimplantate sind der natürlichen Form des weiblichen Busen nachempfunden.
Je nach Ausgangslage und Ziel wählen wir gemeinsam die passende Methode.
Die Schnittführung
Für die Brustvergrößerung stehen verschiedene Schnittführungen zur Auswahl. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von Ihrer Anatomie, der Gewebesituation und Ihren Zielen ab. Das besprechen wir im persönlichen Beratungsgespräch – ruhig, transparent und auf Ihre Wünsche abgestimmt.
Achselschnitt (transaxillär): Zugang über die Achsel, die Brust bleibt narbenfrei sichtbar; häufig endoskopisch, geeignet bei passender Anatomie und Wunsch nach diskreter Narbe.
Brustwarzenschnitt (periareolär): Schnitt am Rand der Areola, die Narbe kann im natürlichen Farbübergang zurücktreten; sinnvoll bei ausgewählten Befunden.
Brustfaltenschnitt (inframammär): Schnitt in der Unterbrustfalte mit sehr guter Übersicht und Kontrolle der Implantatlage; die Narbe liegt unauffällig in der Falte.
Implantatlage
Grundsätzlich können Brustimplantate entweder über oder unter dem Brustmuskel positioniert werden; die subfasziale Lage bildet dabei die Zwischenlösung.
Über dem Muskel (subglandulär): Kürzere Erholungszeit, betont den oberen Pol; geeignet bei ausreichend Drüsen-/Fettgewebe und guter Hautqualität.
Unter dem Muskel / Dual-Plane (submuskulär): Mehr Gewebebedeckung über dem Implantat, weiche Übergänge und geringere Randsichtbarkeit; sinnvoll bei wenig eigenem Gewebe oder dezentem, natürlichem Zielbild (anfangs etwas muskelbedingter Spannungsschmerz möglich).
Unter der Muskelhülle (subfaszial): Zwischenlage unter der Faszie des Brustmuskels; verbindet Aspekte beider Varianten und wird selektiv eingesetzt.
Im persönlichen Beratungsgespräch erläutern wir die Vor- und Nachteile in Ruhe und empfehlen Ihnen transparent die Implantatlage, die Ihren Zielen und Ihrer Anatomie am besten entspricht.
Die endoskopische Brustvergrößerung – Ein Spezialverfahren der Forum Klinik
Präzise, schonend, nahezu unsichtbare Narbe: Über einen feinen Schnitt in der Achsel formen wir unter endoskopischer Sicht eine exakte Tasche unter dem großen Brustmuskel und platzieren das Implantat berührungsfrei.
Geeignet, wenn…
Sie eine Brustvergrößerung ohne sichtbare Narbe an der Brust wünschen.
Sie ein präzise geformtes, natürlich wirkendes Ergebnis mit submuskulärer Lage bevorzugen.
Sie primär vergrößern möchten oder eine schonende Korrektur nach Vor-OP planen.
Relativ ungeeignet …
bei deutlich abgesenkter Brust, wenn keine Straffung mitgeplant ist (oft ist dann eine zusätzliche Bruststraffung sinnvoll).
nach Voroperationen in der Achselhöhle oder wenn sich die Implantate nicht sicher unter dem Muskel platzieren lassen (klären wir im Einzelfall).
Ablauf – 4 Schritte
Vorgespräch
Im persönlichen Beratungsgespräch gehen wir individuell auf Ihre Wünsche, Bedenken und Fragen ein und finden die passende Lösung für Ihr Anliegen. Wir besprechen Implantat vs. Eigenfett vs. endoskopische Technik, prüfen Anatomie, Hautqualität und Proportionen, klären realistische Ziele, Risiken und Heilungsverlauf und halten alles transparent fest (inkl. Fotodokumentation und Aufklärung).
Vorbereitung
Sie erhalten klare, schriftliche Vorbereitungshinweise (Medikamente, Nikotin/Alkohol, ggf. Bildgebung/Labor). Wir finalisieren Größe/Profil/Position des Implantats bzw. Entnahmeareale beim Eigenfett, stimmen Zugang und OP-Plan ab, terminieren den Eingriff und erklären den Ablauf am Behandlungstag – inklusive An- und Abreise sowie Begleitperson.
Behandlung/OP
Die Operation erfolgt unter geeigneter Anästhesie. Je nach Methode wird das Implantat präzise positioniert (z. B. Dual-Plane) oder aufbereitetes Eigenfett in definierten Schichten eingebracht; bei endoskopischer Technik erfolgt der Zugang über die Achsel. Wir arbeiten gewebeschonend und nach standardisierten Sicherheitsprotokollen. Im Anschluss kommt ein Stütz-BH/Verband zum Einsatz.
Erste Nachsorge
Nach der Aufwachphase erhalten Sie Schmerzmanagement, Tragehinweise (BH/Kompression) und Verhaltensempfehlungen für die ersten Tage. Kontrolltermine (Wundkontrolle, Fadenzug, Verlaufscheck) werden festgelegt; körperliche Schonung und schrittweiser Aktivitätsaufbau werden erläutert. Sie sind über einen klaren Notfallweg jederzeit erreichbar verbunden.
Mögliche Risiken
Es existiert das Risiko des BIA-ALCL „Breast Implant Associated Anaplastic Large Cell Lymphoma“, also eines seltenen Non-Hodgkin Lymphoms, welche mit dem Vorhandensein von Brustimplantaten assoziiert wird. Weltweit sind bisher ca. 630 Fälle bestätigte Fälle publiziert, davon 11 in Deutschland. Nach aktuellem Wissensstand spielt die Oberflächenbeschaffenheit der Implantate eine zentrale Rolle bezüglich des Risikos der Ausbildung eines BIA-ALCL. Makrotexturierte Implantate, also solche mit sehr rauer Oberfläche, scheinen ein erhöhtes Risiko mit sich zu bringen. Wir sind dazu übergegangen primär Implantate mit mikro- oder nanotexturierte Oberflächen zu benutzen, da hier ein erheblich geringeres Risiko beschrieben wird. Bei der Auswahl der Brustimplantate haben wir uns aktuell bevorzugt für den Hersteller Motiva entschieden. Für die Auswahl war entscheidend, dass die Hersteller an Studien teilnehmen, die der amerikanischen Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden (bei welcher wesetlich strengere Qualitätskontrollen durchgeführt werden, als bei der EU-Zulassung) und sie qualitativ unseren hohen Ansprüchen gerecht werden. In speziellen Fällen kommen auch Implantate von Polytech zur Anwendung.
Implantate von Motiva
Hier überzeugen uns insbesondere die Implantate, welche ein ergonomisches Gel aufweisen - MOTIVA ERGONOMIX. Dies ist ein echter Fortschritt, da die Implantate zwar rund bzw spiegelsymmetrisch aufgebaut sind, aber unter dem Einfluss von Schwerkraft sich anatomisch verändern: das Gel folgt der Schwerkraft, was zu einem natürlicheren Aussehen beiträgt. Der Clou dabei ist, dass diese Implantate die Vorteile von anatomischen Implantaten aufweisen, jedoch ein deutlich niedrigeres Risiko des ALCL haben und auch kein Risiko aufweisen, dass durch Drehung im Körper das Ergebnis ruiniert wird. Zudem ist der erforderliche Schnitt nochmals kleiner.
Bei allen Implantaten gilt bei uns die "No cotton - no touch" Technik: Der gesamte Eingriff wird ihne Nutzung von baumwollhaltigen Kompressen oder Tüchern durchgeführt, um jede auch noch so kleine Kontamination mit Baumwolle (die nicht abgebaut wird) zu vermeiden. Das ist aufwendiger, aber es lohnt sich. Eingebracht wird das Implantat über einen sogenennten "Keller funnel", eine innenseitig mit Hyaluronsäure beschichtete sterile Einmaltülle, in der das Implantat ohne Berührung der Haut in seine Lager gleitet. Alle diese Maßnahmen verringern das Risiko der Infektion und der Kapselfibrose.
Für alle Formen der Brustvergrößerung mit Implantaten gilt:
Man muss mit einer Erneuerung der Implantate etwa alle zwölf Jahre rechnen. Es gibt keine lebenslang haltbaren Implantate, es sei denn Ihr Leben ist sehr kurz. Die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA stellt diesbezüglich klar fest: "Breast Implants are not lifetime devices". Wer etwas anderes behauptet, lügt oder ist ahnungslos. Der Austausch eines Implantates ist allerdings kein großes Problem und mit deutlich weniger Beschwerden verbunden, als der erste Eingriff. Auch die Kosten halten sich letztlich im Rahmen: Es sind - Stand 2022 ca. zwei Euro pro Tag ( Kosten umgerechnet auf die Tragedauer ), wenn Sie alle zwölf Jahre wechseln lassen. Das ist weniger als ein Kaffee kostet, Frau muss es nur einplanen.

















